In den Spielen der vergangenen Woche spielten die vier Spieler, über die ich hier bisher am häufigsten geschrieben habe, alle sehr wichtige Rollen für ihre Teams. Zwar nicht in jedem Spiel, aber in den wichtigen Spielen. Sehr erfreulich.
Niels Giffey (Connecticut Huskies)
Manchmal hat man als Spieler gute Tage und manchmal hat man eben schlechte. Was zunächst klingt wie ein Spruch einer mitfühlenden Spielermutter, spiegelt sehr gut die Auftritte von Niels Giffey in den zwei Partien der vergangenen Woche wieder. Das Spiel seiner Huskies gegen die Huskies aus Washington fand an einem eher schlechteren Tag statt. Giffey wurde ungewöhnlich spät (nach etwa 6,5 gespielten Minuten) auf der 3 eingewechselt, zeigte zunächst aber solide Defense und ein paar schöne Pässe. Nachdem er dann in der Defense mal so richtig gepennt hatte, wurde er wieder ausgewechselt. Kurze Zeit später hatte Giffey einen weiteren Auftritt in Halbzeit eins, fiel aber auch da durch eine Unaufmerksamkeit in der Verteidigung auf. In der zweiten Halbzeit hat Giffey dann kaum noch gespielt und konnte so an diesem Tag gar nichts zeigen.
Gegen Marquette zum Auftakt der Big-East-Saison am 1. Januar, hatte Giffey einen wesentlich besseren Tag. Nach einer sehr schlechten defensiven Sequenz in der Defense und einer daran anschließenden schlechten Entscheidung in der Offense von Daniels, wurde Giffey nach nur einer Minute auf der 4 eingewechselt und traf sofort den freien Spot-Up-Dreier. In seinen 32 Minuten Spielzeit überzeugte Giffey dann durch etwas, was man von ihm in Deutschland so eigentlich nicht erwartet: starke Defense. Auch wenn Giffey mitunter unaufmerksam ist – vor allen Dingen unter dem Korb, was einfach nicht seine natürlich Position auf dem Feld ist -, ist er in meinen Augen der vielseitigste Verteidiger der UConn Huskies. Egal ob Perimeter-, Post- oder Deny-Defense, Giffey hängt sich immer voll rein und ist aggressiv. Er verteidigt außerdem clever durch gutes Stellungsspiel und dirigiert seine Mitspieler in der 2-3-Zone. Dieser Einsatz und Giffeys bedingungslose Rollenakzeptanz ist wohl das, was Headcoach Kevin Ollie an ihm schätzt. So stand Giffey fast die komplette zweite Halbzeit und die ganze Overtime auf dem Parkett. Zwar auf der 4, wo er offensiv nach wie vor nicht ins Spiel eingebunden ist, aber mit starker Defense, Hustle-Plays und hoher Intensität. Leider auch mit einem dicken Bock in der Defense, durch den sein Gegenspieler den wohl entscheidenden Korb für Marquette machen konnte. Aber insgesamt ein starker Auftritt von Giffey als defensiver Rollenspieler. Weiterlesen →